Gebisslos vs. Gebiss 2.0

➡️ „Fehler macht bekanntlich jeder, aber Unwissenheit schützt niemanden davor, sich diese einzugestehen und daran zu arbeiten!“
📌 Gebisslos vs. Gebiss 2.0
Ich werde immer wieder darauf angesprochen, dass ich einerseits für das gebisslose Reiten plädiere und andererseits Turniere geritten bin, meine Mädels auf Turniere vorbereite, usw..
Jeder weiß, dass Turniere mit der Pflicht ein Gebiss zu verwenden (leider immer noch!)einhergehen und ich so meiner Linie für viele nicht treu bleibe. Zu diesem ganzen Thema habe ich schon Beiträge geschrieben, nun folgt noch ein weiterer.

📍Also wie sehe ich diese Problematik?
Am Wichtigsten ist für mich, zu wissen wie man mit beiden Linien umgehen muss.
Genügend Wissen rund um das Pferdemaul und was sich darin beim Gebrauch eines Gebisses abspielt, sollte für jeden Reiter selbstverständlich sein!
Aber warum⁉️

Das Pferdemaul ist nach den Genitalien die zweitempfindlichste Stelle am gesamten Pferdekörper. Das ist keine Behauptung oder These von mir, die mir gut gefällt, sondern das ist wissenschaftlich zur Genüge untersucht und belegt. Das Pferdemaul wurde wissenschaftlich detailiert untersucht und die Ergebnisse sind für mich nach wie vor erschreckend. Nach pathologischen Untersuchungen und diversen Versuchsreihen im Labor, hat jedes mit Gebiss gerittene Pferd enorme Schmerzen, die niemand verleugnen kann. Selbst mit feiner Hand gerittene Pferde (damit meine ich Reiter mit beweglichen Handgelenken, keine ruckartigen Züge am Zügel und passenden Gebisse selbstverständlich vorausgesetzt) fügt jeder Reiter dem Pferd auf dem Diastema, am Gaumen, der Zunge und allen umliegenden Bereichen Schmerzen zu, denen man sichbewusst sein sollte! Ich sehe immer wieder Reiter, die die Pferde ausschließlich mit den Zügeln, sprich über das Gebiss, regulieren oder kontrollieren und das Ganze in Diskussionen auch noch plausibel begründen wollen.
Nun habe ich persönlich zwei Möglichkeiten. Entweder ich drehe mich schleunigst um und denke mir meinen Teil oder ich verbrenne mir ein weiteres Mal das Maul und mische mich in diese hochintelligenten und kompetenten Diskussionen ein. Um Unwissenheit aufzuklären, mache ich das gern. Viele Reiter sind tatsächlich auch sehr dankbar, weil sie das alles eben nicht wussten. Doch bei manchen redet man leider wie gegen eine Wand. Dann denke ich mir immer, dass es wirklich sinnvoller und für meine Nerven besser wäre, gleich mit derselbigen zu reden. Naja, das ist ein anderes Thema mit diesen unbelehrbaren Vollpfosten 😉…

Denkt nicht, dass ich alles (besser) weiß, nur im Lauf von über 20 Jahren im Reitsport, meiner Ausbildung und unzähligen sachlichen Gesprächen mit richtigen Experten, habe ich mir einiges an Wissen angeeignet. Das belegt auch mein Zertifikat zur Fachkompetenz für das gebisslose Reiten mit dem LG – Zaum, auf das ich im Übrigen sehr stolz bin.
Mit Besserwisserei oder Ähnlichem hat das nichts zu tun! Ich weiß schon wovon ich rede oder ich halte meinen Rand. Ganz einfach!
Aber zurück zum Thema:
Wie komme ich persönlich nun damit klar Reiter auch mit Gebiss zu unterrichten, usw.?
Ich erkläre es sehr gerne, um meine Intension nochmal deutlich zu machen! Es geht mir genau um die oben beschriebene Unwissenheit rund um das Thema Pferdemaul. Der Punkt für mich ist der, alle mit Gebiss reitenden Reiter im Umgang mit den Zügeln zu sensibilisieren.
Denn auch damit ist den Pferden schon geholfen. Ich schule meine Mädels mit feinster Hand zu reiten, jeden unnötigen Zügelzug zu vermeiden, unabhängig von der Hand zu sitzen, mit dem eigenen Körper zu reiten, usw.. Die Liste der Punkte, mit der ich meinen Mädels intensiv auf den Keks gehe, ist lange! Aber nur so, kommt man zum reellen Reiten und zäumt das Pferd nicht von hinten auf.
Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass ich es tatsächlich als Pflicht ansehe, sich über das Thema Gedanken zu machen. Das fordert allein schon der Respekt vor dem Lebewesen Pferd, dass uns treu auf seinem Rücken trägt und für uns Leistung erbringt!

Wer mehr über diese ganze Thematik wissen möchte ist herzlich zu meinem Webinaren eingeladen. Hier auf meinem Blog findet Ihr weitere Infos rund um die Webinare. Schreibt mir einfach eine PN oder eine Mail! Ich freue mich darauf von Euch zu hören!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende mit Euren Pferden.
LG Karolin 🍀

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verrücktes Huhn

Mit diesem schon länger angekündigten Beitrag möchte ich ein paar Worte über meinen Limo „zu Papier“ bringen. Wer mein Professor ist und was er mir bedeutet, habe ich ja schon in einem anderen Beitrag geschrieben.
📌 Nun also zu meinem verrückten Huhn und wie Limo zu seinem Spitznamen gekommen ist.
Limo kam nach Sari zu mir und hat aus sportlicher Sicht genau dort angeknüpft, wo Sari mich schon hingebracht hatte. Mein Professor lief erfolgreich bis St. Georg und Limo bis Grand Prix Spezial. Sari hat mich bis zur höchsten Klasse gebracht und Limo hat mir den Feinschliff fürs Eingemachte in dieser Klasse verpasst. Mit ihm zusammen habe ich die Einer – und Zweierwechsel, sowie Piaffe und Passage und alle weiteren „S – Kleinigkeiten“ gelernt.
Vom Reiten her sind Sari und Limo zwei völlig verschiedene paar Stiefel. Auch ihre Charaktere sind wie schwarz und weiß. Sie sind zwei unterschiedliche Persönlichkeiten mit einem Herz aus reinstem Gold!
Aber zurück zu Limo 🐴💙.
Von seiner Genialität im Sport und für mich einmaligen Art mit mir zu tanzen abgesehen, kann ich seinen Charakter nur schwer in Worte fassen. Wäre er ein Mensch würde ich wahrscheinlich sagen, dass seine Ehrlichkeit, Sensibilität und Treue mir gegenüber nur schwer ein zweites Mal zu finden ist.
Wenn er gut drauf ist, dann kann er auf der Stelle hüpfen wie ein Flummi – auf der Koppel und unter dem Sattel – und seine Energie war und ist nur schwer zu bändigen. Man muss in ruhig und geduldig zum Tanz bitten, ohne zu viel von ihm zu fordern. Ich musste lernen seine Energie nicht falsch zu verstehen (da er nie Schweinereien im Sinne hatte) sondern sie in die richtigen Bahnen zu lenken und ihm auch seine Freiheiten zuzugestehen. Er möchte sich auch heute noch mit 25 Jahren einfach bewegen und tanzen 😊.

Jetzt wollte ich fast schreiben, was man tun muss, wenn Limo mal schlecht drauf ist. Aber da fällt mir grad auf, dass es das bei ihm eigentlich gar nicht gibt. Wenn er was nicht tut, was man von ihm gefordert hat oder sich beim Reiter nicht von selbst anbietet, dann hatte er immer seinen Grund. Denn er ist sehr sensibel und wenn es ihm gesundheitlich nicht gut geht, zieht er sich auch mal zurück. Das ist schwierig zu beschreiben. Man könnte sagen, er ist dann einfach nicht er selbst. Klappen Lektionen nicht, könnte es rein theoretisch auch sein, dass die Anweisungen der Tante im Sattel zu ungenau waren oder die Vorbereitung hätte besser sein können 🙈. Limo quittiert solche Nachlässigkeiten unverzüglich.
🤕 Wie ihr wisst hatte Limo vor Jahren einen Unfall auf der Koppel bei dem das Licht in seinem rechten Auge erloschen ist. Er kommt wunderbar zu recht und ich bewundere ihn, wie er das händelt. Weiß man es nicht, würde man ihm nichts anmerken.
Doch seit sich seine Welt verändert hat, sind seine Charakterzüge noch ausgeprägter geworden. Das muss ich respektieren und ihm in gewissen Situationen auch mal etwas helfen. Ich darf ihm auch nicht böse sein, wenn er ab uns zu mal etwas länger braucht es visuell einzuordnen und deswegen beim Reiten einfach mal stehenbleiben und kucken möchte. Das alles ist für mich vollkommen in Ordnung. Unsere Freundschaft ist durch diese kleine Besonderheit noch inniger und stärker geworden. Ja, ihr habt richtig gelesen, unsere FREUNDSCHAFT 😊🐴💙.
Limo ist mein Tanzpartner beim Reiten, mein Seelentröster, wenn ich mal traurig bin, mein Zauberer, der mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mein Freund. So mancher Mensch könnte sich glücklich schätzen einen so reinen Charakter wie Limo zu haben.
Was er mir bedeutet kann ich gar nicht wirklich in Worte fassen. Er hat neben Sari und meinen beiden Pferdchen jenseits der Regenbogenbrücke, einen ganz großen Platz tief in meinem Herzen eingenommen.

Die Anfangszeit mit ihm war allerdings alles andere als einfach, was auch seinen Spitznamen erklärt. Limo war sehr misstrauisch in allen Situationen. Er hat zum Beispiel nichts aus der Hand gefressen, was ihm heute definitiv nicht mehr passieren könnte. Außerdem war er sehr zurückgezogen und hat den Eindruck gemacht, dass er beim Reiten einen Job ordnungsgemäß erledigen will.
Schnelle Handbewegungen oder hektische Situationen haben Limo komplett irre gemacht. Gerten durften nicht mal in seine Nähe ohne dass er sofort auf 180 war. Auf unserem ersten gemeinsamen Turnier wollte sich Limo kurz vor der Prüfung am Abreiteplatz z.b nicht die Gamaschen abmachen lassen. Was er da veranstaltet hat, hätte man echt filmen sollen. Durch solche Situationen hat sich schnell rausgestellt, dass Limo sich benehmen kann wie ein aufgescheuchtes Huhn und auch etwas verrückt ist.
Wie sich Limo im Laufe der nun schon fast 20 Jahre von einem misstrauischen verrückten Huhn zu einem Freund entwickelt hat, das kann ich kaum fassen. Anfangs hat er mich mit Sattel kaum aufsteigen lassen ohne flüchten zu wollen, heute steht er am Halfter mit einem Strick ohne Sattel neben der Aufsteighilfe bis die Tante es geschafft hat auf seinem Rücken Platz zu nehmen.
Ich könnte noch stundenlang weiter erzählen…
Aber auf einen Punkt möchte ich nochmal eingehen.

Limo hat zwei wunderschöne Augen, kann man aber leider nur noch mit einem davon sehen. Trotzdem gefällt mir sein dunkles Auge noch genauso gut wie vorher. Warum sage ich das so??? Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen, Limo nun anders zu betrachten. ABER, wenn ich sehe, wie Menschen mit Tieren, die eben ein Handicap haben – und nehmen wir doch als Beispiel gleich mal ein dunkles Auge wie bei Limo, umgehen, dann könnte ich mich für meine Mitmenschen schämen. Dass ich nicht die Klappe halte und die Leute frage, ob sie noch ganz sauber sind, sollte sich ja schon herumgesprochen haben!
Ein Pferd (FLUCHTTIER im Übrigen), dass auf einer Seite nichts sieht, zeigt in manchen Situationen Reaktionen, die man so erstmal nicht erwartet oder kennt. Die Fellnasen meinen das aber nicht böse, sondern sehen die Welt eben etwas anders als der Rest. Pferde haben ja auch ein anderes Sichtfeld wie wir Menschen! Wobei ich glaube, dass diese hochempathischen Exemplare von Menschen gar nicht so weit denken!
Ein konkretes Beispiel möchte ich Euch noch schildern: Limo wurde mal der Kopf in der Boxtür eingezwickt, weil dieser hochintelligente Mensch sich zu fein war, Limo ein kurzes Zeichen zu geben, dass nun gleich die Boxtür geöffnet wird, damit Limo den Kopf zurücknehmen kann. Ende vom Lied: Limo stand verängstigt in der Box, ich hatte größte Sorge, dass seinem hellen Auge was passiert sein könnte und statt diesen Menschen mit Anlauf eine reinzuhauen, stand ich erstmal schockiert über so viel Dummheit da und habe die Klappe erst nach einigen Sekunden aufbekommen. Was ich dann von mir gegeben habe, wiederhole ich definitiv nicht!

An dieser Stelle möchte ich mich nun einmal bedanken. Eine namentliche Auflistung ist denke ich nicht notwendig, denn ich werde es jedem selbst überlassen, sich angesprochen zu fühlen oder eben nicht. So ein Pferd wie Limo schürt den Ofen rund um Neid und Missgunst bis zum Siedepunkt an.
Wenn diese Steinewerfer dann noch checken, dass der Jockey lernt dieses Pferd zu reiten und ein Team entsteht, dann wirds teilweise für diese Leute unerträglich!
Leute, ihr wisst gar nicht, wie ihr mich motiviert habt, gerade Euch zu zeigen, was Limo und ich können UND Euch Eure Schandmäuler zu stopfen!!! Vielen Dank für alle üblen und dummen Kommentare. Lasst Euch gesagt sein, dass ich mir die Freude an meinen Fellnasen NIE verderben lassen werde 😉✌🏻.
So, jetzt habt ihr auch einen kleinen Eindruck von meinem verrückten Huhn 🐴💙.
Ein schönes Wochenende für Euch!

 

LG Karolin

 

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Der Herbst ist da!

So, das scheint es nun mit dem traumhaften Sommer gewesen zu sein. Aber auch der Herbst hat ja seine Vorzüge 🙂 !!!

Ich bin gerade dabei weitere Webinare zu planen und die Termine gehen Ende September, Anfang Oktober online.

Einen schönen Herbstanfang für Euch, auch wenn man heute einen Regenschirm sehr gut gebrauchen kann 😀 .

LG Karolin

 

„Ich höre ihnen zu!“

Vor ein paar Tage hat mich ein Bekannter besucht, den ich schon zwei Jahre nicht mehr gesehen hatte und hat mir eine Frage gestellt, die mich etwas zum Nachdenken gebracht hat. Über die Antwort auf seine Frage musste ich zwar nicht lange nachdenken, aber im Nachhinein dachte ich mir, dass das eigentlich ein gutes Thema für einen Beitrag ist.
So, jetzt will ich mal mit seiner Frage rausrücken:
📌 „Karo, wie machst Du das eigentlich, dass Deine Pferde so alt werden?“
Damit ist gemeint, wie ich das mache, dass ich meine Oldies, die im hohen Dressursport (S* / S***) erfolgreich gelaufen sind, im Alter von 25 und 30 Jahren noch reiten kann und dass sie abgesehen von den kleinen Altererscheinung noch so munter und fit sind!
Meine kurze und knappe Antwort war, dass ich ihnen zuhöre.
Aber was meine ich damit konkret⁉️
Um zu erklären, wie ich auf die Aussage komme, muss ich etwas ausholen…
🐴🐴💙💙
Ich kenne meine Oldies, Sarino und Limit, seit fast 20 Jahren. Wir sind mittlerweile nicht nur ein eingespieltes Team, Partner in allen Lebenslagen, sondern auch beste Freunde. Dass ich meine Pferde nie als Sportgeräte gesehen habe, sollte ja mittlerweile bekannt sein. Selbst zu unserer aktiven Turnierzeit, in der ich enorme Leistung – physisch wie psychisch – von ihnen gefordert habe, durften meine Jungs genauso Pferd sein mit allem, was für mich dazu gehört (Koppel, Ausreiten, etc.).
Die Pferde und wir sprechen nicht die gleiche Sprache, aber meine Jungs haben mich gelehrt ihnen zuzuhören, ihre Signale zu deuten und „ungewöhnliche“ Verhaltensweisen oder Bewegungen zu „lesen“.
Man könnte sagen sie haben mir alles beigebracht, um sie zu verstehen!

Selbstverständlich mache ich auch Fehler oder deute nicht immer gleich alles richtig, aber meine Jungs wiederholen ihre Zeichen solange bis ich begreife, was mit ihnen los ist oder sie mir mitteilen wollen. Beide haben mich im Lauf der Zeit vor einige Rätsel gestellt, die ich lösen musste. Mir blieb eigentlich gar nichts anderes übrig als alles zu analysieren. Vor allem mein Fuchs hat mir so einige Tritte in meinen Hintern verpasst oder mich deutlichst mit der Nase drauf gestoßen, um zu verstehen, dass etwas gerade nicht stimmig ist. Diese Aussage mag für viele befremdlich klingen, doch im Leben kommt es meiner Meinung nach immer auf Kommunikation an, egal ob zwischen den Menschen oder eben zwischen Mensch und Tier. Wie diese Kommunikation im Einzelfall aussieht ist dabei irrelevant, solange sie stattfindet 😉.
Ich denke allerdings, dass die Bereitschaft eines Menschen die anmutigen Tiere zu verstehen da sein muss, doch in gewisser Weise kann das jeder empathische Mensch auch lernen.
Meine beiden Oldies kenne ich in und auswendig (sie mich natürlich genauso) mit all ihren kleinen liebenswerten Macken. Jede normale Verhaltensweise habe ich mir gut eingeprägt, ihre normalen Vitalwerte kenn ich bspw. auch und das alles sind für mich Anhaltspunkte, um im Zweifelsfall alles analysieren zu können oder vor allem als Voraussetzung dazu erstmal zu bemerken, dass etwas nicht stimmt.
Verändern sich die normalen Verhaltensweisen gibt es meiner Meinung nach immer eine Ursache dafür. Jede Veränderung ist für mich ein Symptom oder wenn es anders sagen will, eine Reaktion auf die entsprechende Ursache.

Man sollte als Reiter oder Pferdebesitzer ein Bewusstsein entwickeln, Dinge wahrzunehmen und schlussendlich auch lernen diese dann zu deuten.
Eigentlich könnte man das auch auf das gesamte Leben übertragen, da ich – gerade weil meine Fellnase so alt sind, jeden Moment mit ihnen bewusst wahrnehme, zu schätzen weiß und genieße.
Nur nebenbei erwähnt: den Satz „ich MUSS jetzt reiten!“ kann ich nicht mehr hören. Jeder Reiter sollte froh sein, wenn sein Pferd gesund ist und von ihm geritten werden kann! PUNKT.
Jetzt könnte man natürlich den berühmten Satz bringen „es sind ja NUR Tiere“. Ja, es sind Tiere, aber ich denke jeder weiß, was ich damit an dieser Stelle meine…
Um nochmal auf die Kommunikation zurückzukommen. Es ist für mich immer wieder sehr interessant und spannend wie die Tiere untereinander Dinge wie Rangordnung usw. klären ohne nur einen einzigen Satz zu wechseln. Sie geben eindeutige, unmissverständliche Signale alleine mit ihrem Körper. Die Mimik und Gestik in Verbindung mit dem Ohrenspiel sprechen schon für sich! Eigentlich können wir Menschen von den Tieren einiges lernen. Man sagt ja auch so schön, dass der Unterschied zwischen Meinung und Ahnung die Lautstärke ist. Diese Aussage lass ich jetzt mal unkommentiert so stehen.
So, wie wichtig mir die Kommunikation mit den Pferden ist, das Bewusstsein für die Tiere und der faire Umgang mit ihnen sollte nun deutlich geworden sein. Bis man die gleiche Sprache spricht dauert seine Zeit und ist alles andere als ein Kinderspiel. Doch wenn man dazu bereit ist, wird alles gut werden. Also hört Euren Fellnasen zu, seid aufmerksam und genießt die Zeit mit ihnen 🐴🍀😊.
In diesem Sinne könnt Ihr Euch auch gerne an mich wenden, wenn ihr noch Fragen zu diesem Thema oder auch einem anderen, haben solltet.
LG Karolin  🍀
Auf dem Selfie seht ihr übrigens meinen 30 – jährigen Professor und mich. Nachdem mein Fuchsi mir gestern eine wunderschöne knappe halbe Stunde im Sattel geschenkt hat, musste ich unbedingt ein Foto machen…

fbt
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Testbericht gebissloser Zaum CROWNCLUB

Jeder, der mich kennt weiß, dass ich Produkte tatsächlich ganz genau unter die Lupe und auch kein Blatt vor den Mund nehme, wenn es um meine Meinung darüber geht.
Beim gebisslosen Zaum vom Crownclub möchte ich auf mehrere Aspekte eingehen.
Zum einen ist der Zaum sehr durchdacht gefertigt. Das Genickstück hat einen weit angelegten und weich unterlegten Ohrenausschnitt, was mir sehr gut gefällt und allen Testpferden auch gepasst hat. Das Nasenstück des Zaums ist ebenfalls weich unterlegt und breit gefertigt. Insgesamt ist das komplette Leder sehr gut verarbeitet und sieht zudem noch schick aus.
Jedem Reiter, der viel wert auf die Optik legt, der sollte noch einen Blick auf die verschiedenen Stirnbänder werfen. Diese sind tatsächlich besonders schön und können übrigens einzeln erworben und auch für andere Zäume verwendet werden.
Doch nun zur Funktionalität des Zaumes.
Da ich seit knapp 10 Jahren gebisslos reite und meine Jungs noch wesentlich länger kenne, merke ich recht schnell, ob ein Produkt etwas taugt oder eben nicht. Den gebisslosen Zaum vom Crownclub habe ich beim Reiten, beim Longieren und bei der Bodenarbeit getestet.

Für die Bodenarbeit und das Longieren ist der Zaum sehr gut geeignet, da er vor allem an der Longe einen gut sitzt und nicht verrutscht, sprich dem Pferd eine gewisse Stabilität bietet. Ich bin nämlich kein Fan davon, wenn sich die Ausrüstung bei der Arbeit verabschiedet und man Riemen festziehen muss, damit sie dort bleiben, wo sie sein sollen. Nachdem ich meine Pferde und die Pferde meiner Kunden auch gebisslos longiere bietet der Zaum eine gute Möglichkeit Abwechslung reinzubringen.
Beim Reiten hat sich gezeigt, dass der Zaum für die Lösungsphase sehr gut geeignet ist und die Pferde die Dehnungshaltung mit dem Zaum suchen. Je nach Sensibilität des Pferdes möchte ich in der Arbeitsphase (Lektionen) aber differenzieren. Vertreter der sensiblen Sorte nehmen den Zaum auch in der Arbeitsphase sehr gut an und reagieren ohne Zeitverzögerung auf gegebenen Signale. Doch die Pferde, die sehr arbeitswillig sind und auch die, die gern mal auf Durchzug schalten, müssen fein und durchlässig geritten werden / sein. Das ist ein Punkt, auf den man achten sollte.

Sehr wichtig ist , wie bei jedem anderen Zaum auch, die korrekte Verschnallung. Aber hier kommt der Aufbau des Zaums einen sehr entgehen, da er sehr individuell einzustellen ist.
Nähere Informationen und die verschiedenen Produkte rund um den Zaum findet Ihr unter diesem Link.
http://www.crownclub.de

Einen guten Start in die neue Woche!

LG Karolin

 

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Mentaltraining

 

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Was versteht man darunter?
Laut Wikipedia wird als „Mentaltraining“ eine Vielfalt von psychologischen Methoden bezeichnet, welche das Ziel verfolgen, die soziale Kompetenz und die emotionale Kompetenz, die kognitiven Fähigkeiten, die Belastbarkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden zu fördern oder zu steigern.
📌 In Bezug auf den Reitsport gehe ich noch etwas weiter und bringe Begriffe wie Bewusstsein, Wahrnehmung, Intuition, Gefühl und erlernte Muster mit ins Spiel, um die für mich relevantesten zu nennen.
Ich selbst bin keine ausgebildete Mentaltrainerin, aber ein empathischer Mensch, der die Pferde als Partner sieht und in mittlerweile 20 Jahren mit den großen Fellnasen einiges erlebt hat.
Ob man als Reiter ein mentales Training absolvieren muss / soll, lass ich mal dahingestellt. Für mich hat allerdings allein der Gedanke schon etwas mit dem Bewusstsein eines Reiters zu tun, sich mit dem Thema zu befassen und seine derzeitigen Grenzen zu verlassen.
🍀 Warum ist aber die mentale Einstellung, sprich BEWUSSTES Reiten oder der BEWUSSTE Umgang mit den Pferden so wichtig?
🐴 Pferde sind Lebewesen und werden schon seit langer Zeit als Spiegel der Seele ihrer Menschen bezeichnet. Sie reagieren auf das Verhalten ihrer Menschen, ändern ihr Verhalten binnen Sekundenbruchteilen zum kompletten Gegenteil und erstaunen uns immer wieder. Selbst nach fast 20 gemeinsamen Jahren überraschen mich meine Jungs regelmäßig.
Wenn man sich als Reiter seines eigenen Körpers nicht bewusst ist, wie soll man den Körper des Pferdes zusätzlich steuern oder kontrollieren können? Sture Anweisungen des Trainers – um den Klassiker „Äußerer Zügel, inneres Bein“ kurz zu erwähnen, sind für mich mechanische Abläufe. Der Reiter lernt die Technik des Reitens, folgt hier also erlernten Mustern. Diesen Punkt darf man natürlich nicht falsch verstehen. Ohne Technik wird ein reelles Reiten nicht wirklich funktionieren. Doch ohne ein gewisses Gefühl des Reiters bzgl. Timing der Hilfen / Impulse oder einfach nur das Gefühl für das Pferd, wird ein harmonisches Reiten nie zu Stande kommen. Da liegt für mich der Unterschied zwischen den reinen Technikern im Reitsport, die Sportgeräte bedienen können und den Reitern, die gefühlvoll eine Partnerschaft mit ihren Pferden eingehen!
Um aufs eigentliche Thema zurückzukommen. Vieles wird meiner Meinung nach bereits mental aufs Pferd übertragen, wenn man nur daran denkt. Denkt man an bestimmte Hilfen stellt sich der eigene Körper automatisch schon darauf ein und reagiert entsprechend.
Man tut sich als Reiter in einer Partnerschaft mit dem Pferd wesentlich leichter, wenn man bewusst agiert und auf die Reaktionen seines Pferdes warten kann. Außerdem wird man sein Pferd nochmal ganz anders kennenlernen und ein neues Bewusstsein für viele wunderbare Dinge entwickeln. Das hört sich im ersten Moment vielleicht etwas fremd an, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Die Pferde werden uns die Antworten auf unsere Fragen geben. Wir müssen uns nur die Mühe machen ihnen zuzuhören 😉🐴🍀👍🏻.
LG Karolin 🍀
P. S.: Auf dem Bild seht Ihr übrigens Bonny beim ersten gebisslosen Ritt. Aber dazu folgt ein eigener Beitrag 🧐✌🏻.
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Trainingsplan

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Braucht man einen Trainings – oder Bewegungsplan⁉️

Ohne lange drumherum zu reden gibt es auf diese Frage ein ganz klares JA von mir!

Aber warum ist das so klar für mich?
Ich persönlich möchte einen Überblick haben, was mit einem Pferd gearbeitet wird. Je nachdem wo die Reise hingehen soll, sollte der Trainingsplan dem Alter des Pferdes und den weiteren Umständen entsprechend aufgestellt werden. Am wichtigsten finde ich aber einen sinnvollen Bewegungsplan nach überstandener Verletzung / Krankheit, damit ein Pferd schonend wieder aufgebaut werden kann. Hier ist es sinnvoll alles mit dem behandelten Tierarzt abzusprechen.
Aber eine kleine Warnung möchte ich an dieser Stelle auch aussprechen. Sollte die Tagesform eines Pferdes mal nicht dem Trainingsplan entsprechen, sollte dem Reiter das Wohl des Pferdes natürlich vorgehen. Jeder Reiter kennt diese Tage an denen man denkt, man sitzt das erste Mal auf dem Pferd und die entsprechende Fellnase ist das erste Mal unter dem Sattel. Ihr wisst, was ich damit sagen will ;)…

Im Übrigen sollten nicht nur Turnierreiter einen Trainingsplan haben, sondern jeder Reiter, der sein Pferd sinnvoll und gesunderhaltend arbeiten möchte. Mal 5 Tage nicht im Stall auftauchen und dann innerhalb von 2 Tagen alles nachholen kann nicht gut und sinnvoll sein.

Für alle Turnierreiter ist der Trainingsplan aber aus meiner Sicht ein wichtiger Parameter. Man kann so herausfinden, wie man sein Pferd gezielt auf den Punkt vorbereitet. Ich spreche hier sowohl von der Dauer einer Trainingseinheit, als auch vom kompletten Aufbau und der Strukturierung einer ganzen Woche oder sogar eines Monats. Mit der Zeit stellt sich meistens automatisch ein gewisser Rhythmus im Training ein.

Ich persönlich habe einen Ordner in meinem Schrank, der mittlerweile fast platzt, da ich sogar alle Trainingspläne aufhebe, um im Nachhinein nochmal etwas nachvollziehen zu können. In rund 20 Jahren sammelt sich da viel an.

LG Karolin 🍀

Team Knallköm
Lederreithandschuhe
Invictus Equestrian
LG-Zaum Bitless Bridle
LG-Zaum gebisslos reiten

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Neue Rezension

„Karo ist für unser Pferd Kalvin, das altersbedingt und aufgrund vorausgegangenen Krankheiten des Öfteren zur Lahmheit neigt, eine große Hilfe! Ihr Umgang mit Pferden ist hervorragend. Bei Problemen steht sie uns mit Rat und Tat zur Seite. Selbst wenn wir nicht vor Ort sind können wir uns 100% auf Karo verlassen. Nach Genesung von Kalvin bekommen wir erfolgreiche Rehaunterstützung zwecks Antrainierung. Hiermit möchten wir uns herzlichst bedanken.“
Laura und Karin Lammel
Vielen Dank dafür 🍀

LG Karolin

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