Neue Rezension bzgl. telefonischer Fütterungsberatung

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Feedback meiner Kunden ist mir immer sehr wichtig, da man nur so Dinge optimieren kann!

Vielen Dank dafür, liebe Franzi!

LG Karolin

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Testbericht gebissloser Zaum CROWNCLUB

Jeder, der mich kennt weiß, dass ich Produkte tatsächlich ganz genau unter die Lupe und auch kein Blatt vor den Mund nehme, wenn es um meine Meinung darüber geht.
Beim gebisslosen Zaum vom Crownclub möchte ich auf mehrere Aspekte eingehen.
Zum einen ist der Zaum sehr durchdacht gefertigt. Das Genickstück hat einen weit angelegten und weich unterlegten Ohrenausschnitt, was mir sehr gut gefällt und allen Testpferden auch gepasst hat. Das Nasenstück des Zaums ist ebenfalls weich unterlegt und breit gefertigt. Insgesamt ist das komplette Leder sehr gut verarbeitet und sieht zudem noch schick aus.
Jedem Reiter, der viel wert auf die Optik legt, der sollte noch einen Blick auf die verschiedenen Stirnbänder werfen. Diese sind tatsächlich besonders schön und können übrigens einzeln erworben und auch für andere Zäume verwendet werden.
Doch nun zur Funktionalität des Zaumes.
Da ich seit knapp 10 Jahren gebisslos reite und meine Jungs noch wesentlich länger kenne, merke ich recht schnell, ob ein Produkt etwas taugt oder eben nicht. Den gebisslosen Zaum vom Crownclub habe ich beim Reiten, beim Longieren und bei der Bodenarbeit getestet.

Für die Bodenarbeit und das Longieren ist der Zaum sehr gut geeignet, da er vor allem an der Longe einen gut sitzt und nicht verrutscht, sprich dem Pferd eine gewisse Stabilität bietet. Ich bin nämlich kein Fan davon, wenn sich die Ausrüstung bei der Arbeit verabschiedet und man Riemen festziehen muss, damit sie dort bleiben, wo sie sein sollen. Nachdem ich meine Pferde und die Pferde meiner Kunden auch gebisslos longiere bietet der Zaum eine gute Möglichkeit Abwechslung reinzubringen.
Beim Reiten hat sich gezeigt, dass der Zaum für die Lösungsphase sehr gut geeignet ist und die Pferde die Dehnungshaltung mit dem Zaum suchen. Je nach Sensibilität des Pferdes möchte ich in der Arbeitsphase (Lektionen) aber differenzieren. Vertreter der sensiblen Sorte nehmen den Zaum auch in der Arbeitsphase sehr gut an und reagieren ohne Zeitverzögerung auf gegebenen Signale. Doch die Pferde, die sehr arbeitswillig sind und auch die, die gern mal auf Durchzug schalten, müssen fein und durchlässig geritten werden / sein. Das ist ein Punkt, auf den man achten sollte.

Sehr wichtig ist , wie bei jedem anderen Zaum auch, die korrekte Verschnallung. Aber hier kommt der Aufbau des Zaums einen sehr entgehen, da er sehr individuell einzustellen ist.
Nähere Informationen und die verschiedenen Produkte rund um den Zaum findet Ihr unter diesem Link.
http://www.crownclub.de

Einen guten Start in die neue Woche!

LG Karolin

 

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Mentaltraining

 

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Was versteht man darunter?
Laut Wikipedia wird als „Mentaltraining“ eine Vielfalt von psychologischen Methoden bezeichnet, welche das Ziel verfolgen, die soziale Kompetenz und die emotionale Kompetenz, die kognitiven Fähigkeiten, die Belastbarkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden zu fördern oder zu steigern.
📌 In Bezug auf den Reitsport gehe ich noch etwas weiter und bringe Begriffe wie Bewusstsein, Wahrnehmung, Intuition, Gefühl und erlernte Muster mit ins Spiel, um die für mich relevantesten zu nennen.
Ich selbst bin keine ausgebildete Mentaltrainerin, aber ein empathischer Mensch, der die Pferde als Partner sieht und in mittlerweile 20 Jahren mit den großen Fellnasen einiges erlebt hat.
Ob man als Reiter ein mentales Training absolvieren muss / soll, lass ich mal dahingestellt. Für mich hat allerdings allein der Gedanke schon etwas mit dem Bewusstsein eines Reiters zu tun, sich mit dem Thema zu befassen und seine derzeitigen Grenzen zu verlassen.
🍀 Warum ist aber die mentale Einstellung, sprich BEWUSSTES Reiten oder der BEWUSSTE Umgang mit den Pferden so wichtig?
🐴 Pferde sind Lebewesen und werden schon seit langer Zeit als Spiegel der Seele ihrer Menschen bezeichnet. Sie reagieren auf das Verhalten ihrer Menschen, ändern ihr Verhalten binnen Sekundenbruchteilen zum kompletten Gegenteil und erstaunen uns immer wieder. Selbst nach fast 20 gemeinsamen Jahren überraschen mich meine Jungs regelmäßig.
Wenn man sich als Reiter seines eigenen Körpers nicht bewusst ist, wie soll man den Körper des Pferdes zusätzlich steuern oder kontrollieren können? Sture Anweisungen des Trainers – um den Klassiker „Äußerer Zügel, inneres Bein“ kurz zu erwähnen, sind für mich mechanische Abläufe. Der Reiter lernt die Technik des Reitens, folgt hier also erlernten Mustern. Diesen Punkt darf man natürlich nicht falsch verstehen. Ohne Technik wird ein reelles Reiten nicht wirklich funktionieren. Doch ohne ein gewisses Gefühl des Reiters bzgl. Timing der Hilfen / Impulse oder einfach nur das Gefühl für das Pferd, wird ein harmonisches Reiten nie zu Stande kommen. Da liegt für mich der Unterschied zwischen den reinen Technikern im Reitsport, die Sportgeräte bedienen können und den Reitern, die gefühlvoll eine Partnerschaft mit ihren Pferden eingehen!
Um aufs eigentliche Thema zurückzukommen. Vieles wird meiner Meinung nach bereits mental aufs Pferd übertragen, wenn man nur daran denkt. Denkt man an bestimmte Hilfen stellt sich der eigene Körper automatisch schon darauf ein und reagiert entsprechend.
Man tut sich als Reiter in einer Partnerschaft mit dem Pferd wesentlich leichter, wenn man bewusst agiert und auf die Reaktionen seines Pferdes warten kann. Außerdem wird man sein Pferd nochmal ganz anders kennenlernen und ein neues Bewusstsein für viele wunderbare Dinge entwickeln. Das hört sich im ersten Moment vielleicht etwas fremd an, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Die Pferde werden uns die Antworten auf unsere Fragen geben. Wir müssen uns nur die Mühe machen ihnen zuzuhören 😉🐴🍀👍🏻.
LG Karolin 🍀
P. S.: Auf dem Bild seht Ihr übrigens Bonny beim ersten gebisslosen Ritt. Aber dazu folgt ein eigener Beitrag 🧐✌🏻.
#fellnasen #Pferde #horses #Dressurpferde #Dressur #dressage #dressagerider #dressagetrainer #Reitunterricht #Training #Reitsport #equestrian #Pferdesport #Pferdalspartner #Mitfreude #pferdegerechterweg #propferd #reitenmitfreudefürpferdundreiter #Bewusstsein #mentaltraining #mentaleeinstellung #Unterbewusstsein #Wahrnehmung #Intuition #teamknallköm #invictusquestrian #gebisslosesreiten #gebissloserzaum #bitlessbridle #lgzaum

Trainingsplan

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Braucht man einen Trainings – oder Bewegungsplan⁉️

Ohne lange drumherum zu reden gibt es auf diese Frage ein ganz klares JA von mir!

Aber warum ist das so klar für mich?
Ich persönlich möchte einen Überblick haben, was mit einem Pferd gearbeitet wird. Je nachdem wo die Reise hingehen soll, sollte der Trainingsplan dem Alter des Pferdes und den weiteren Umständen entsprechend aufgestellt werden. Am wichtigsten finde ich aber einen sinnvollen Bewegungsplan nach überstandener Verletzung / Krankheit, damit ein Pferd schonend wieder aufgebaut werden kann. Hier ist es sinnvoll alles mit dem behandelten Tierarzt abzusprechen.
Aber eine kleine Warnung möchte ich an dieser Stelle auch aussprechen. Sollte die Tagesform eines Pferdes mal nicht dem Trainingsplan entsprechen, sollte dem Reiter das Wohl des Pferdes natürlich vorgehen. Jeder Reiter kennt diese Tage an denen man denkt, man sitzt das erste Mal auf dem Pferd und die entsprechende Fellnase ist das erste Mal unter dem Sattel. Ihr wisst, was ich damit sagen will ;)…

Im Übrigen sollten nicht nur Turnierreiter einen Trainingsplan haben, sondern jeder Reiter, der sein Pferd sinnvoll und gesunderhaltend arbeiten möchte. Mal 5 Tage nicht im Stall auftauchen und dann innerhalb von 2 Tagen alles nachholen kann nicht gut und sinnvoll sein.

Für alle Turnierreiter ist der Trainingsplan aber aus meiner Sicht ein wichtiger Parameter. Man kann so herausfinden, wie man sein Pferd gezielt auf den Punkt vorbereitet. Ich spreche hier sowohl von der Dauer einer Trainingseinheit, als auch vom kompletten Aufbau und der Strukturierung einer ganzen Woche oder sogar eines Monats. Mit der Zeit stellt sich meistens automatisch ein gewisser Rhythmus im Training ein.

Ich persönlich habe einen Ordner in meinem Schrank, der mittlerweile fast platzt, da ich sogar alle Trainingspläne aufhebe, um im Nachhinein nochmal etwas nachvollziehen zu können. In rund 20 Jahren sammelt sich da viel an.

LG Karolin 🍀

Team Knallköm
Lederreithandschuhe
Invictus Equestrian
LG-Zaum Bitless Bridle
LG-Zaum gebisslos reiten

#dressur #dressage #training #unterricht #trainer #coach #trainingsplan #trainingsaufbau #reitsport #equestrian #horses #pferde

Neue Rezension

„Karo ist für unser Pferd Kalvin, das altersbedingt und aufgrund vorausgegangenen Krankheiten des Öfteren zur Lahmheit neigt, eine große Hilfe! Ihr Umgang mit Pferden ist hervorragend. Bei Problemen steht sie uns mit Rat und Tat zur Seite. Selbst wenn wir nicht vor Ort sind können wir uns 100% auf Karo verlassen. Nach Genesung von Kalvin bekommen wir erfolgreiche Rehaunterstützung zwecks Antrainierung. Hiermit möchten wir uns herzlichst bedanken.“
Laura und Karin Lammel
Vielen Dank dafür 🍀

LG Karolin

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#reitsport #equestrian #pferde #horse #oldies #rezension #feedback

Team Knallköm

Mit Stolz kann ich Euch berichten, dass ich nun Mitglied des Teams Knallköm Süd bin. Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit den Mädels und bin gespannt was wir gemeinsam so auf die Beine stellen können!

Unter diesem Link kommt Ihr zur Homepage und könnt Euch gerne einmal umschauen, was ich dort genau zu entdecken gibt.

http://teamknallkoem.de/

LG Karolin

Neue Webinar – Runde

So, Zeit wird’s für die nächste Webinar – Runde rund um das Thema „Gebissloses Reiten“ ‼️
TERMINE:
🔹Webinar I 25.04.2018 um 19.30 Uhr
🔹Webinar II 02.05.2018 um 19.30 Uhr
🔹Webinar III 09.05.2018 um 19.30 Uhr
📌Die Webinare finden regelmäßig via Skype statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Jedes Webinar dauert ca. 1,5 Stunden. Kosten pro Webinar sind 25 Euro (Bezahlung per Vorkasse).
📍Einzeltermine sind nach Absprache auch möglich!
📝Verbindliche Anmeldung per Email: karoko@outlook.de

Die Kommunikation mit dem Pferd

„Die Kommunikation zwischen Lebewesen, die nicht die selbe Sprache sprechen“
Immer, wenn zwei Lebewesen miteinander „sprechen“ wollen und dabei eine gewisse Sprachbarriere überwinden müssen, kann die Sache etwas schwierig werden. Beiden Seite müssen offen sein und das Gespräch suchen, sonst ist eine Kommunikation zwar nicht unmöglich, führt aber nicht dahin, wo man sich sein eigentliches Ziel gesteckt hat.
Wenn der Mensch nun mit seinem Pferd arbeiten möchte, dann muss auch hier erstmal ein Weg der Kommunikation gefunden werden. Vom Sattel aus kennt jeder Reiter die üblichen Hilfen und agiert mit diesen. Das zwischen Aktion des Reiters und Reaktion des Pferdes im besten Fall ein gewisser Zusammenhang besteht muss ich jetzt hoffentlich nicht erwähnen 😉. Doch Ich gehe jedoch einen Schritt weiter und sage, dass man die Kommunikation mit dem Pferd bis auf ein Minimum begrenzen kann ohne dass sich z.B. beim Reiten der Fleiß des Pferdes verändert.
Pferde sind zwar sehr mächtige Tiere, haben meiner Meinung nach aber so feine „Antennen“ und Sinne, dass man sich nur die Mühe machen und das „Gespräch“ mit dem Pferd suchen muss.
Wir Menschen kommunizieren hauptsächlich verbal und setzen Mimik oder Gestik in Relation dazu relativ selten als alleiniges Kommunikationsmittel ein. Bei Pferden könnte man sagen, dass es in etwas umgedreht ist. Was Pferde untereinander alleine durch ihre Körperspräche aussagen und dem Gegenüber mitteilen ist für mich immer wieder sehr interessant. Warum dies so ist erscheint allerdings logisch, wenn man betrachtet, dass Pferde Fluchttiere sind.
📌 Doch worauf will ich hinaus?
Wir Menschen, sprich Pferdebesitzer / Reiter müssen, um mit den Pferden kommunizieren zu können, die Sprache der Pferde erlernen. Dabei unterscheide ich noch, ob man vom Boden aus oder vom Sattel mit dem Pferd kommunizieren möchte.
🔹 Das ist auch ein Grund für mich – neben dem sehr wichtigen Aspekt der Abwechslung – viel Bodenarbeit mit dem Pferd zu machen, da man sich dadurch besser kennenlernt, Vertrauen und eine Bindung zu dem Pferd aufbauen kann. Man erschafft hier sozusagen eine gemeinsame Basis. Denn für mich ist die Voraussetzung für jedes Training, dass das Pferd versteht, was ich von ihm möchte. Weiß es das nicht, kann ich ihm auch keinen Vorwurf machen oder es sogar strafen, wenn es nicht das macht, was ich von ihm verlangt habe.
Ist vom Boden Basis für die Kommunikation gelegt hat man es in der Regel vom Sattel aus schon mal wesentlich leichter, da man meistens auch die Frage nach der Chefposition bereits automatisch vom Boden geklärt hat.
🔹 Die Kommunikation vom Sattel ist natürlich nochmal eine ganz andere Nummer. Doch auch hier kommt es mir drauf an, dass das Pferd versteht, was ich von ihm möchte. Dieses Verständnis gepaart mit Freude an der Arbeit ist etwas wunderbares. Diese beiden Punkte sind für mich die essentiell wichtigen in der Arbeit mit den Pferden.

📍 Zur Kommunikation kommt für mich noch der Aspekt der Freude an der Arbeit dazu, dass das Pferd die Dinge, die ich von ihm möchte, gerne tut.
Mangelt es an einem der beiden Punkte, bekommt man als gefühlvoller Reiter sehr schnell die Quittung dafür. Magelt es an beiden, dann ist ein Sportartwechsel als Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Spaß beiseite, dann werden die Probleme mit dem Pferd schon wesentlich gravierender.
Ich persönlich möchte mit meinen Pferden ruhig kommunizieren und sie fein reiten können, vertrete sozusagen die Kommunikation mit minimalsten Signalen.
Vor allem durch die Bodenarbeit und das gebisslose Reiten habe ich gelernt, dass eine feine Kommunikation nicht nur möglich, sondern etwas wunderbares ist. Es ist für mich der Lohn eines fairen Umgangs mit den Pferden und einer konseuqenten, reellen, pferdegerechten Ausbildung.
📝 Wer mehr über meinen Weg der Kommunikation mit den Pferden wissen möchte, darf mich gerne anschreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Außerdem unterstütze ich jeden sehr gerne, der auch fein mit seinem Pferd kommunizieren möchte oder ein Problem mit seinem Pferd hat.
📎 Jeder Reiter und jedes Pferd hat es verdient verstanden zu werden! Kommentare wie „der dumme Gaul hat keine Lust“ oder „der Reiter ist ja komplett unfähig“ resultieren für mich aus Unverständnis zwischen Pferd und Reiter. Wenn dann noch eine gewisse Hilflosigkeit oder Ratlosigkeit dazukommt, führt das sehr schnell dazu, dass Pferde als „bockig“ oder ähnliches abgestempelt werden. Dabei sind das so gutmütige Tiere, die uns gefallen und alles gut machen wollen.
🐴 Also bitte zuhören, wenn die Pferde uns etwas mitteilen wollen!
LG Karolin 🍀
📷 Auf den Fotos ist übrigens mein Limo zu sehen. Man kann auch hier erkennen, wie wichtig mir Abwechslung ist. Auf den linken Bildern seht ihr Limo noch im Turniereinsatz. Rechts oben beim Hüpfen und unten rechts beim Training mit LG – Zaum zu Hause (das war in der Zeit, als ich noch ohne Helm geritten bin. Kommt jetzt nicht mehr vor!).
#equestrian #reitsport #horses #pferde #herzenspferd #oldie #dressurpferd #holsteiner #dressur #dressage #kommunikation #communication #sprachbarriere #pferdesprache #körpersprache #freude #pleasure #fun #bodenarbeit #freiarbeit #gebisslosesreiten #lgzaum #bitlessbridle #vertrauen #verständnis #training #fluchttiere #aktionundreaktion

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Wie kommt eine S*** – Dressurreiterin zum gebisslosen Reiten?

 

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Monika Lehmenkühler, Sarino und ich

 

Wie bin ich eigentlich zum gebisslosen Reiten gekommen ⁉️
🙃🐴 Heute werde ich Euch mal erzählen, wie ich als S*** – Dressurreiterin zum gebisslosen Reiten gekommen bin!
📌 Also ich habe mich im Laufe der Jahre entschlossen hauptsächlich der klassischen Dressur zu folgen. Diese besagt, dass man ein Pferd, wenn es mal die Kandarenreife erreicht hat, eigentlich nur noch mit Kandare reiten sollte. Der ständige Wechsel zwischen Trense und Kandare hat mir noch nie wirklich zugesagt und so habe ich mich dazu entschlossen meine Pferde zu ihrer aktiven Turnierzeit ausschließlich mit Kandare zu reiten, sprich zwei Gebissen im Maul.
Da ich aber großen Wert auf Abwechslung im Training lege, viel Cavalettiarbeit mache und auch sehr gerne ausreiten gehen, habe ich mir irgendwann die Frage gestellt, dass man dazu sicherlich keine Kandare braucht und auch nicht verwenden sollte!
So habe ich nach eine Alternative gesucht, die nicht kontraproduktiv zum Turniersport ist und mit der man alles genauso reiten kann. Abstriche zwecks Lockerreiten oder auch mal Lektionen damit zu reiten wollte ich aber trotz allem nicht machen.
Zuerst habe ich mir ein geflochtenes Ledernasenband zugelegt und das ausprobiert. Für das Lockerreiten war das gut geeignet, doch überzeugt hat es mich nicht vollkommen. Nachdem ich damals schon mal von dem LG – Zaum / Glücksrad gehört hatte, habe ich mit Monika Lehmenkühler Kontakt aufgenommen und ihr die ganze Sache geschildert. Monika hat mir ihren Zaum zukommen lassen und gesagt, dass ich einfach mal ausprobieren soll, was meine Fellnasen dazu sagen.
Ja und das habe ich natürlich gerne gemacht! Was soll ich sagen?
Seit dieser Zeit begleitet mich der LG – Zaum und ich bin Monika sehr dankbar für ihre Erfindung. (Nachdem ich weiß wie schnell nun behauptet werden könnte, dass das eine versteckte Werbung für den LG – Zaum sein könnte, muss ich dazu sagen, dass der LG – Zaum mein persönlicher Favorit unter den gebisslosen Zäumen ist. Das ist meine persönliche Meinung und dazu steh ich selbstverständlich auch 😉.)
📎 Vom gebisslosen Reiten bin ich sozusagen komplett überzeugt. Mein Statement dazu ist, dass man OHNE alles genauso reiten kann, es kommt nur auf die Technik an und naja „schummeln“ kann man eben nicht. Deshalb ist das gebisslose Reiten für mich wesentlich reeller, als das Reiten mit Gebiss!
Meine beiden Oldies hatten seit ihrem letzten Turnier kein Gebiss mehr im Maul und auch das ist für mich eine Komponente warum sie immer noch – mit 30 und 25 Jahren – zufrieden und fit unter dem Sattel laufen.
Mittlerweile habe ich vielen Kunden von mir geholfen den gleichen, gebisslosen Weg einzuschlagen und ich habe bisher kein Pferd erlebt, dass diesen Weg nicht gehen wollte!
Man sieht also, dass Trense und Kandare nicht wirklich nötig sind.
Glücklicherweise werden die Reiter immer offener für das gebisslose Thema und auch Turnierreiter sollten sich zumindest einmal damit beschäftigen, was die Gebisse im Maul eines Pferdes anrichten, damit man den Umgang mit ihnen einmal überdenkt.
Es ist nunmal Tatsache wie die Gebisse beispielsweise auf dem Diastema wirken und das ist nicht von irgendjemand ausgedacht, sondern mit pathologischen Studien an Universitäten von hochrangigen Professoren bewiesen!
📍 Wer mehr über das ganze Thema , z.B. die gesundheitlichen Auswirkungen der Gebisse oder die Umstellung auf das gebisslose Reiten wissen möchte, darf mir gerne schreiben.
Ich biete weiterhin sehr gerne meine Webinare oder auch persönliche Beratungen an, um Reiter, die mehr wissen möchten, zu unterstützen.

Einen schönen Sonntag für Euch 🙃
LG Karolin 🍀
Die Bilder sind von Monikas Besuch bei mir im Jahre 2009. Es sind zwar nicht die aktuellsten, aber ich habe sie ausgewählt, weil sie für meinen Beitrag sehr passend sind.

 

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Monika Lehmenkühler, Limit und ich

 

Thema: Longieren

Thema: Longieren 🐎🐎

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Zwei Mädels – Sandra Hetlinger und Annabell Stephan – haben mich auf das Thema Longieren eines Pferdes angesprochen. Es ging darum, ob man mit dem LG – Zaum auch longieren kann. Dazu unter dem Bild meines Fuchsis mit LG mehr 😉.
Daraufhin habe ich mir überlegt einen Beitrag rund um das Thema zu schreiben. Ich möchte aber betonen, dass die nachfolgenden Worte meine Meinung wiedergeben bzw. meine Philosophie wie ich es mit der Arbeit an der Longe handhabe. Wie so oft im Reitsport ist auch dieses Thema viel diskutiert und es gibt verschiedenste Auffassungen.
📌 Also im Lauf der Jahre bin ich dazugekommen, vor allem seit ich gebisslos reite, beim Longieren das Gebiss genauso wegzulassen. Ja, auch ich hatte Zeiten dabei, in denen ich die Pferde mit Gebiss ausgebunden longiert habe. Ich habe meine Pferde nie eng ausgebunden, doch mir wurde in der Jugend beigebracht, dass die Pferde an der Longe genauso in Anlehnung laufen müssen wie beim Reiten und das von Anfang bis Ende. Von Selbsthaltung auf die ich gleich noch zu sprechen komme, wusste ich damals noch nichts.
❌ Für mich ist jede Art von Ausbinder (Dreieckszügel, Champon, etc.) eine mechanische Beizäumung und nichts anderes. Ich möchte aber, dass die Pferde an der Longe sozusagen ihren Körper kennenlernen und ihre eigene Balance selbst finden. Das hört sich sehr einfach an, ist für viele Pferde aber tatsächlich wesentlich schwieriger und auch anstrengender, als mit einem Ausbinder verschnallt im Kreis ihre Runden zu drehen.
Es erfordert anfangs viel Geduld und sieht teilweise auch nicht so gut aus, als wenn die Pferde in Anlehnung – mechanischer Beizäumung – laufen. Doch, wenn man die ausgebunden Pferde einmal genauer an der Longe beobachtet, wird man in vielen Fällen feststellen, dass das Laufen an der Longe einem „Kilometer auf die Vorhand fahren“ ähnelt. Die Hinterhand ist meilenweit vom Schwerpunkt entfernt und von dem Ausdruck der Augen der Pferden fange ich jetzt mal gar nicht an.
Deswegen longiere ich, je nachdem wie ich die Pferde an der Longe arbeiten möchte mit Kappzaum, fordere eine Innenstellung und lasse ihnen Zeit sich selbst auszubalancieren. Jedes Pferd ist in der Lage (vorausgesetzt das Pferd ist gesund und hat kein körperliches Handicap, dass man beachten muss!) sich mit Unterstützung des Longenführers zu stellen und die Längsbiegung zu erreichen ohne das die Hinterhand nach innen oder außen ausweicht und sich sozusagen der Lastaufnahme entzieht. Die Pferde trainieren sich also fast von allein und gelangen dadurch in die für sie beste und gesündeste Selbsthaltung. Je nach Anatomie und körperlichen Zustand sieht diese bei jedem Pferd etwas anders aus.
Geht es um reine Bodenarbeit oder will ich die Pferde nur mal an der Longe bewegen, dann verwende ich aber auch schon mal ein Knotenhalfter. Man sollte nur aufpassen, dass dieses gut sitzt und nicht verrutscht und so zu nah ans Auge kommt. Durch meinen Limo, der auf einem Auge blind ist, bin ich da noch etwas sensibler als manch anderer.
Ein Pferd zu longieren, dass den Longenführer auf einer Seite nur hören und nicht sehen kann ist übrigens ein spannendes Unterfangen. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag 🙃🐴…
Da für mich Abwechslung sehr wichtig ist, möchte ich diese auch beim longieren haben. Das heißt, dass man auch hier alle Möglichkeiten ausschöpfen sollte, die es so gibt. Damit meine ich z.B. Stangenarbeit oder das Aufstellen von Hütchen. Der Fantasie sind da wenig Grenzen gesetzt und man findet schnell raus, was dem jeweiligen Pferd besonders Spaß macht oder gut tut.
So, das war ein kleiner Einblick in meine Longenarbeit. Wenn Sie mehr wissen wollen oder ein speziellen Problem haben, dann dürfen Sie mir gern schreiben.

Ich unterstütze Sie sehr gerne!
LG Karolin